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Dark Winter Prelude. Tag 1: Ausbruch



Dark Winter Prelude

Eine Tom Clancy’s The Division Kurzgeschichten-Fanfiktion

 

Tom Clancy’s The Division spielt in der nahen Zukunft in der nord-amerikanischen Metropole New York. Ein Bioangriff hat eine weltweite Pandemie ausgelöst. Der Virus kostete große Teile der Bevölkerung das Leben. Quarantänezonen wurden eingerichtet, Ressourcen streng rationiert. Ölquellen versiegten, die Börse und der Weltmarkt sind zusammengebrochen. Staatliche Strukturen wie Polizei und Spezialeinheiten gibt es nicht mehr.

Nach einigen Tagen ohne Wasser und Elektrizität und mit der tödlichen Seuche vor Augen, gehen sich die panischen Bürger gegenseitig an die Gurgel. Nur Wenige stehen noch zwischen dem totalen Chaos und einem Rest von Ordnung: Die Agenten der „Division“. Durch den Kampf gegen Plünderer und andere Kriminelle sollen sie den Wahnsinn eindämmen, bevor es zu spät ist. Du bist einer davon.

Diese Fanfiction erzählt die mögliche Vorgeschichte aus der Sicht der aufstrebenden Journalisten David.

 

1. Auflage, Mai 2014

Geschrieben und veröffentlicht von MYDIVISION.NET

Tom Clancy’s The Division © Ubisoft

Weitere Infos unter www.mydivision.net


Tag 1: Ausbruch

Wenngleich niemand diese Zeilen jemals lesen wird, musste ich dennoch festhalten, was ich in den vergangenen Tagen erlebte, stellten sie doch mein komplettes Leben auf den Kopf. Mein Name ist David. Ich bin 29 Jahre alt und schreibe für eine kleine Zeitung hier in New York. Die Bezahlung ist sicher nicht die beste, doch ich kann das tun, was ich schon immer wollte: Schreiben. Mein Apartment ist nicht sehr groß, doch es reicht zum Leben. Familie? Fehlanzeige. Ich lebe allein und habe nur noch meine Großeltern, die in der Vorstadt leben. Sie schätzen das ruhigere Leben, ich hingegen brauche die Hektik der Großstadt.

Es war ein ganz normaler Morgen, in der Woche nach dem Black Friday. Dem Tag, an dem die Menschheit wie von fremder Hand gesteuert die Läden im ganzen Land überfällt, stets auf der Jagd nach den besten Schnäppchen und das nicht nur im Hinblick auf das baldige Weihnachtsfest. Mein Wecker klingelte wie jeden Morgen um Punkt 6:00 Uhr. Ich spulte das Standardprogramm ab: Raus aus dem warmen Bett, unter die Dusche, kurz was frühstücken, raus aus dem Haus und zur nahegelegenen U-Bahn-Station.

Mein Ziel, das Verlagsgebäude, lag nur vier Stationen entfernt, dennoch war der Weg vor allem an kalten Tagen wie dem heutigen kein Spaziergang. Die Temperatur lag knapp unter dem Gefrierpunkt und der kalte Wind pfiff mir um die Ohren. Die winzigen Wassertröpfchen der Atemluft gefroren sofort nach dem Ausatmen und verwandelten sich in weiße Wölkchen. Die U-Bahn war wie immer völlig überfüllt und die Menschenmassen drängten sich in den engen Wagons Schulter an Schulter. Ich musste natürlich stehen; um mich herum schniefte und hustete es.

An meiner Station angekommen, verließ ich die U-Bahn und erreichte nach wenigen Minuten Fußmarsch das Gebäude der Redaktion. Mein eigenes, kleines Büro lag im vierten Stock. Das Stockwerk war an diesem Tag ungewöhnlich leer. Auf die Nachfrage, wo denn der Rest sei, erhielt ich von einem Kollegen nur ein kurzes aber prägnantes „Die sind erkältet und liegen flach, es liegt wohl ein Virus in der Luft“.

Mein Vormittag verlief eigentlich wie immer. Ich arbeitete an ein paar neuen Reportagen. Größtenteils langweiliger Boulevardmist, über den die großen Zeitungen nicht mal ein Wort verlieren würden. Doch genau diese Berichte waren es, die unsere Leser dazu bewegten, das Blatt überhaupt noch zu kaufen. Dennoch, die Geschäfte liefen zuletzt nicht sonderlich gut.

Schneller als erwartet schlug die Uhr zwölf. Die Mittagspause wollte ich an meinem Lieblingsimbiss um die Ecke verbringen. Dort gab es den besten Burger jenseits der Fastfoodfront. Doch völlig unerwartet stand ich vor verschlossenen Türen. „Wegen Krankheit geschlossen“ stand auf einem notdürftig in die Fensterscheibe geklebten Zettel. Gleich nebenan war ein Elektronikladen; vor dem Schaufenster versammelten sich einige Passanten. Auf dem darin ausgestellten 47 Zoll Flat Screen liefen die Nachrichten. Auch wenn man den Ton nicht hören konnte, die Bilder und Texteinblendungen sprachen für sich. Es war die Rede von einer sich rasend schnell ausbreitenden Grippewelle, einem sehr aggressiven Virus, der sich über das ganze Land verbreitete. Das Gesundheitsamt empfahl Menschenmassen, öffentliche Plätze sowie Transportmittel zu meiden und möglichst im Haus zu bleiben.

Anfangs habe ich die Warnung nicht wirklich ernst genommen, schließlich tragen die Medien bekanntlich gerne etwas dick auf. Ich kehrte in mein Büro zurück, denn für den Nachmittag standen noch zwei Interviews auf dem Plan. Beide Gesprächspartner sagten kurzfristig wegen Krankheit ab. Mir wurde bewusst, dass die Warnungen im TV vielleicht doch nicht völlig unbegründet sein könnten und beschloss daher, das Büro früher als üblich zu verlassen. Lernfähig wie ich war, mied ich die U-Bahn und machte mich trotz eisiger Kälte zu Fuß auf den Nachhauseweg. Unterwegs fiel mir auf, dass man schon die Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen aufgehängt hatte. In ein paar Jahren würde man damit wohl schon im Juli anfangen.

Eine gute Stunde später kam ich erschöpft und durchgefroren in den eigenen vier Wänden an und stieg erst mal unter die Dusche um aufzutauen. Den Rest des Tages verbrachte ich mit einem guten Buch, dem Politthriller „Jagd auf roter Oktober“ von Tom Clancy. Der dicke Schinken hatte mich bis in die späten Abendstunden beschäftigt. In der weisen Voraussicht, dass der morgige Tag ziemlich lang werden könnte, gönnte ich mir schließlich ein paar mehr als die üblichen sechs Stunden Nachtruhe.

Normalerweise habe ich einen sehr tiefen Schlaf, doch in jener Nacht sollten mich die heulenden Sirenen von auf der Straße vorbeirasenden Einsatzkräften gleich mehrfach aus dem Schlaf reißen. Selbst Helikopter waren gleich mehrere am Himmel zu hören. Es war ungewöhnlich viel los. Ich dachte spontan an einen Unfall auf dem Highway.


 



  

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